Die Zukunft der Werbung fand in Hamburg statt

Werber und Onliner sollten sich treffen auf der ersten remix überhaupt und sich über Kommunikation unterhalten. Das taten Sie denn auch fleißig, auch wenn gar kein reiner Werber zu verorten war. Irgendwie hatten sie nämlich alle was mit diesem Internet zu tun. Oder es wollte einfach keiner zugeben, keine Ahnung zu haben.

Grundsätzlich ging es durchaus um die Zukunft der Werbung, um die Trends im Web natürlich auch. Ein brandaktuelles Thema, werden doch die Werbe-Spendings in den nächsten Jahren sinken (laut PWC ).

Viele Diskussionen hatte man schonmal woanders gehört; das bleibt nicht aus, wenn man sich mit dem Web und der Zukunft beschäftigt. Viele meinen, eine Lösung für die neuen Anforderungen an professionelle Kommunikation zu haben, aber eigentlich ist eine Unsicherheit zu spüren, die durch große Nachdrücklichkeit auch nicht zu verbergen ist.

Diese zwei Tage der Suche waren dennoch sehr spannend. Zuallererst wegen der oft sehr guten Wortbeiträge von Podium und Publikum. Das Bemühen um Vielfalt bei den Gästen durch das Orga-Team hat sich gelohnt. Daneben war – wie hier zu lesen – die Location ein Glückstreffer. Das Museum für Hamburgische Geschichte ist ein kleiner Geheimtipp. Das überdachte Café im Innenhof sollte man sich nicht entgehen lassen.

Es ging viel um Marken, Markenführung, die Persönlichkeit von Marken usw. Es ging um Menschen und den Dialog mit dem Kunden. Es ging um Agenturen heute und in der Zukunft. Es ging um Emotionen. Einig war man sich, dass die Rollen aller neu definiert werden müssen. Was mir dabei fehlte, war die Diskussion um die zukünftigen Aufgaben der unterschiedlichen Agenturen: Wer berät den Kunden z.B. zur Kommunikation mit den Dialog- und Zielgruppen im Web? Tut das die PR-Agentur? Die Werbeagentur? Die Internetagentur? Wo sehen sich klassische Werbeagenturen neben den unzähligen, inzwischen auch konzipierenden, Internetagenturen?

Vielleicht verliert diese Unterscheidung zukünftig an Relevanz, vielleicht grenzt man sich auch umso stärker voneinander ab. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Teilnehmer der remix10.

Nebenbei noch festgestellt: Das Essen war prima. Pokens wurden in größeren Mengen gesichtet. Die Frauenquote war wieder erschreckend niedrig. Die iPhone-Quote dafür erwartungsgemäß hoch.

Fazit: Ich habe keine Lösungen, aber Inspiration mitgenommen. Gerne nächstes Jahr wieder.

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