Das IKEA-Prinzip im Supermarkt

Kleine Bundle-Idee für den Food-Einzelhandel – wer sie haben will, nimmt sie mit.

Der Markt Convenience Food ist inzwischen gigantisch. Tiefkühltruhe auf, rein in die Mikrowelle und fertig ist das Frost-Gericht, das zumindest die gleichen Farben aufweist, wie das Foto auf der Packung. Gehört alles schon zum Alltag.

So weit so gut. Was verkauft man nun aber den ganzen LOHAs, die es inzwischen gibt? Bio-Tiefkühlkost? Geht schon mal, der echte Hedonist aber greift dann aber doch lieber zur echten Ware und will noch erfühlen, ob die Kartoffeln auch glücklich groß geworden sind. Was hält der Handel für ihn bereit? Das sogenannte Chilled Food (abgepackte Salate, Gerichte im Kühlregal)? Ist ein Fortschritt, ja. Das gute Gefühl des SelberKochens fehlt aber.

Warum also bietet der Supermarkt um die Ecke nicht wöchentlich vorab zusammengestellte Päckchen an? Inhalt: Alles, was du zum Zubereiten von Gericht XY brauchst, inklusive Rezept. IKEA hat’s doch schon vorgemacht.

Vorteile:

  • Der Kunde geht nicht noch zur Konkurrenz, weil er diesen speziellen Zucker, den er für sein neues Rezept braucht, nicht im Sortiment findet.
  • Kundenbindung: Wenn der Kunde das Rezept der letzten Woche prima fand, wird er wieder kommen. Kunden werden selber Rezeptvorschläge machen. Was will man mehr?
  • Das Problem des Kunden ist doch eigentlich die Frage „Was koche ich?“. Ich glaube, dass es (außer mir) noch einige andere gibt, die sich diese Frage erst stellen, wenn sie den Einkaufskorb am Arm haben. Warum also keine Lösungen anbieten?
  • Absatzsteuerung: Endlich ein Weg, diesen sauteuren französischen Senf mal aus den Regalen zu bekommen.

Nachteile:

  • Wie immer: Es muss sich jemand drum kümmern.
  • Mmm, fällt mir keiner ein. Gerne in den Kommentaren.

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